Artium — inventario de obra para artistas visualesArtium

Wie bewirbt man eine Kunstausstellung?

Die Ausstellung hängt, die Schilder sind gerade, der Wein ist kalt. Und am Tag der Eröffnung merkst du, dass die Ankündigung drei Tage vorher rausging, in einer Instagram-Story, die vierundzwanzig Stunden hielt.

In diesem Leitfaden geht es darum, was du wann verschickst, wie die Ausstellung einen eigenen Ort im Netz bekommt und was nach dem Ende zu tun ist, also genau dann, wenn die meisten aufhören, an der Ausstellung zu arbeiten.

Wie früh fange ich an?

Mindestens drei Wochen vor der Eröffnung. Ein Zeitplan, der funktioniert:

  • Drei Wochen vorher. Die Hauptankündigung: Titel, Ort, Daten, Uhrzeit der Eröffnung und ein starkes Bild. Sie geht an deine Kontakte, die lokale Presse und deine sozialen Netzwerke.
  • Eine Woche vorher. Die Erinnerung, mit einem anderen Werk als in der Ankündigung. Das ist die Nachricht, die am Ende die meisten lesen.
  • Am Vortag oder am Tag selbst. Eine kurze Nachricht an alle, die zugesagt haben. Mehr nicht.

Wenn der Ausstellungsort ebenfalls wirbt, frag nach seinen Terminen und stimm dich ab. Zwei Ankündigungen am selben Tag treten sich auf die Füße; zwei Ankündigungen mit einer Woche Abstand verstärken sich.

Was muss in der Ankündigung stehen?

Was jemand braucht, um hinzugehen, in dieser Reihenfolge:

  1. Dein Name und der Titel der Ausstellung.
  2. Wo. Ort, Adresse und Stadt. Ist der Ort schwer zu finden: wie man hinkommt.
  3. Wann. Datum und Uhrzeit der Eröffnung und bis wann man die Ausstellung besuchen kann, mit Tagen und Öffnungszeiten.
  4. Ein Bild. Ein einziges Werk, gut fotografiert. Keine Collage.
  5. Zwei, drei Zeilen zur Ausstellung. Was man sehen wird, nicht der ganze kuratorische Text.
  6. Ein Link, unter dem alles Weitere steht.

Genau dieser letzte Punkt fehlt fast immer, und er leistet die meiste Arbeit.

Warum braucht die Ausstellung eine eigene Seite?

Weil Nachrichten verloren gehen und Links bleiben.

Eine Instagram-Story hält einen Tag. Eine E-Mail versinkt im Posteingang. Eine Seite mit der Ausstellung (Titel, Daten, Ort, die Werke mit ihren Angaben) lässt sich dagegen weiterleiten, hinter einen QR-Code legen und eine Woche später wieder ansehen. Sie ist das, was jemand öffnet, wenn ein Freund sagt: „Das musst du dir ansehen.“

Sie hilft auch denen, die nicht kommen können: Wer in einer anderen Stadt lebt, sieht die Ausstellung trotzdem, und wenn ihn ein Werk interessiert, schreibt er dir.

Wie richte ich sie mit Artium ein?

Unter Ausstellungen legst du die Ausstellung mit Titel, Ort, Stadt, Kategorie (Einzel-, Gruppenausstellung oder Residenz) und Daten an und wählst die Werke aus. Im selben Bildschirm findest du die öffentliche Seite der Ausstellung:

  1. Dein Portfolio muss veröffentlicht sein: Die Seite der Ausstellung hängt daran. Hast du es noch nicht eingeschaltet, erklärt es der Leitfaden zum Portfolio in fünf Minuten.
  2. Wähle den Link der Ausstellung, also den letzten Teil der Adresse. Das sieht dann so aus: artium-inventory.com/u/dein-name/exposicion/die-kueste-im-winter.
  3. Schalte Ausstellung sichtbar ein.
  4. Entscheide, ob du Preise zeigen möchtest. Bei einer institutionellen Ausstellung lass es aus.

Die Seite zeigt Titel, Ort, Daten und jedes Werk mit seinen Angaben. Ein Tipp auf ein Bild zeigt es groß. Anders als im Portfolio erscheinen verkaufte Werke hier immer: Die Seite dokumentiert, was im Raum hing, und ist keine Liste dessen, was noch verfügbar ist.

Über Teilen bekommst du eine fertige Nachricht, Buttons für WhatsApp und soziale Netzwerke und den QR-Code. Mit Link kopieren nimmst du nur die Adresse mit, etwa für eine E-Mail oder die Ankündigung.

Was tue ich am Eröffnungsabend?

Drei Dinge, und keines davon heißt „am Handy hängen“:

  • Häng den QR-Code in den Raum. Auf den Saalzettel, auf ein Schild am Eingang oder auf die Werkschilder. In Artium kann der QR-Code der Schilder zum Eintrag jedes Werks oder zur Seite der Ausstellung führen.
  • Bitte jemanden, Fotos zu machen. Vom Raum mit Menschen darin, nicht nur von den Werken. Diese Fotos sind später mehr wert als jede Atelieraufnahme.
  • Notier, wer nach welchem Werk gefragt hat. Auf Papier, im Handy, egal wo. Es ist die wertvollste Liste, die du an diesem Abend mit nach Hause nimmst.

Und danach, wenn sie vorbei ist?

Hier entscheidet sich ein großer Teil dessen, was eine Ausstellung bringen kann.

Lade die Fotos der Veranstaltung hoch. In Artium hat jede Ausstellung eine Galerie der Veranstaltung: Mit Fotos hinzufügen lädst du die Bilder von Eröffnung und Aufbau hoch, und sie erscheinen auf der öffentlichen Seite der Ausstellung. Aus der Ankündigung wird so die Dokumentation dessen, was passiert ist.

Schreib denen, die gefragt haben. In derselben Woche, nicht drei Monate später. Eine kurze Nachricht mit dem Link zu dem Werk, das sie interessiert hat.

Bedank dich. Beim Ausstellungsort, bei der Kuratorin, bei allen, die beim Aufbau geholfen haben. Mit einem Foto vom vollen Raum, wenn du eins hast.

Trag sie in deinen Lebenslauf ein. Ist das Enddatum vorbei, verschiebt Artium die Ausstellung zu Beendet und bewahrt sie mit Daten, Ort und Kategorie auf. Daraus entsteht die Zeile in deinem Lebenslauf, im richtigen Abschnitt.

Womit mache ich das?

Mit Instagram und einer E-Mail lässt sich eine Ausstellung gut bewerben. Was fehlt, ist ein fester Ort für sie: Ist sie vorbei, verteilt sich alles, was du vorbereitet hast, auf Beiträge und Unterhaltungen.

Mit einer eigenen Website hast du diesen Ort, aber jede Ausstellung ist eine neue Seite zum Gestalten, Befüllen und Pflegen, mit den Angaben der Werke wieder einmal kopiert.

Mit Artium entsteht die Seite der Ausstellung aus denselben Daten, mit denen du die Werkschilder gemacht hast: Werke, Maße und Preise sind schon erfasst. Sie ist kostenlos, in jedem Tarif, und die Ausstellung bleibt nach dem Ende in deinem Verzeichnis archiviert.

Artium ist in einem Atelier entstanden, zwischen einer Ausstellung und der nächsten. Wenn dir dieser Leitfaden geholfen hat: Die App übernimmt den wiederkehrenden Teil, damit du dich um den Raum kümmern kannst.

Womit auch immer: Richte den Link ein, bevor du die erste Ankündigung verschickst. Alles andere verweist darauf.

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